Neuzugang Thomas Kerner stellt sich vor
Mit Thomas Kerner stellen wir euch heute den ersten Neuzugang fürs BROTHERS BIKES Team 2012 vor. Einigen ist er vielleicht schon auf dem Podium des Bergzeitcups aufgefallen, wo er aus dem Nichts tolle Zeiten hinlegte! Erst am letzten Wochenende sorgte er für Aufsehen beim "No Guts-No Glory"-Lauf, zum Zeitungsbericht und zum OTV-Bericht kommt ihr auf unserer Medienseite, sein Fahrerprofil findet Ihr hier. Doch genug der Einführung, hier kommt er selbst zu Wort:
"Grüß euch! Ich denke das Radfahren fällt mir nächstes Jahr leichter als diesen Bericht hier zu verfassen, da ich nicht gerne über mich selbst schreibe. Meinen vollständigen Namen kennt ihr ja schon. Lieber ist es mir aber wenn ihr ganz einfach Tom sagt, beheimatet im wunderschönen Vilstal in Dietldorf. Wobei ich ca. 800m entfernt auf einem Bauernhof wohne und dort auch aufgewachsen bin. Als „Bauernbua“ war ich eigentlich schon immer körperlich aktiv. Im zarten Alter von fünf Jahren steckten mich meine Eltern in den hiesigen Leichtathletik-Verein, damit ich meine überschüssige Energie ausleben konnte. Heutzutage würde ich wahrscheinlich dieses “ ADS“ haben und Tabletten schlucken müssen. Jedoch bekam ich die wahrscheinlich beste Medizin verschrieben, denn der Sport verhalf und verhilft mir immer noch zur inneren Ausgeglichenheit.
Mit Sport, Spiel und Spaß lernte ich im Verein was Teamfähigkeit bedeutet. Natürlich hoffe ich auch dies meinen BROTHERS-Teamkollegen zeigen zu können, wenn es heißt, für den anderen einzustehen. Mit meiner Familie unternahm ich bereits als Kind Wanderungen im Bayerischen Wald und den Alpen. Meinem Vater ist es auch zu verdanken, dass ich keine Scheu vor ausgiebigen Rad-Touren habe. Ich denke, dass dies sich auch nicht in der harten Saisonvorbereitung ändern wird, wo wir doch auf einem BROTHERS Bike sitzen.
Meinen Opa und mich verband früher die große Leidenschaft Fußball. So wollte er zwar immer, dass ich selbst Fußball spiele, hat mich aber nie dazu gezwungen. Nach seinem Tod und der Tatsache geschuldet, dass alle meine damaligen Leichtathletik-Kollegen zum Fußball wechselten, begann ich im Alter von 16 Jahren auch, einem Ball hinterher zu hecheln. Zumal ich zu dieser Zeit keine Erfolge in der Leichtathletik verbuchen konnte, empfand ich dies als gelungene Abwechslung.
Obwohl ich mich heute vom Fußball distanziert habe, habe ich ihm doch eine Menge zu verdanken. Als ich mir im März 2008 das vordere Kreuzband in einem Vorbereitungsspiel riss, veränderte sich meine Einstellung zum Sport radikal und ich beschloss stärker zurückzukommen, als ich vor der Verletzung gewesen bin. Da die Ruptur des Kreuzbandes konventionell behandelt wurde, konnte ich bereits nach vier Wochen wieder mit dem Training beginnen. Ich wollte mich jetzt ausschließlich der Leichtathletik widmen.
Im August des selben Jahres wurden wir Silbermedaillen-Gewinner bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften. Im Jahr 2009 sicherten wir uns über die 4x400 Meter die Bronzemedaille auf den Bayerischen. Durch die aufsteigende Formkurve in den vorhergegangen 2 Jahren wollte ich 2010 voll angreifen. Ich setzte mich unter Druck und wollte mehr – vielleicht zu viel. Es gelang mir zwar, mich respektabel zu präsentieren - darunter auch die Qualifikation zu den Bayerischen Einzel Meisterschaften der Junioren - jedoch sprangen bei den entscheidenden Wettkämpfen keine vorderen Platzierungen heraus. Da ich mich für 2011 steigern wollte, entschlossen mein Trainer, mein Arzt und ich uns für einen operativen Eingriff um das Knie zu stabilisieren. Merkte ich doch den Kreuzbandriss, wenn ich an meine oberste Leistungsgrenze ging.
Im November
letzten Jahres kam ich bei Dr. Jürgen Eichhorn in Straubing unters Messer. Der
Heilungsverlauf war gut und die Muskeln verschwunden. In den ersten 6 Wochen
nach der OP hatte ich drei Kilo Muskelmasse abgenommen. Mit dem Ziel, die
verlorenen Pfunde wieder auf zu trainieren, ging es in die REHA. Nebenbei
meldete ich mich noch im Fitnessstudio an, um auf Nummer sicher zu gehen.
Intensiv aber mit höchster Vorsicht begann ich mich auf eine Spaß-Saison ohne
große Ziele vorzubereiten. Das Radfahren – sei es MTB oder Race – welches ich
bisher nur als Ausgleichssportart betrieb, bereitete mir große Freude und war
zugleich die beste Lösung für mein lädiertes Knie. Überraschenderweise gelang
es mir wieder die Quali über die 1500m für die Bayerischen zu knacken. Diesmal
ging ich aber ohne große Ambitionen in den Wettkampf. 
Da ich in bereits 2010 beim Premberger Bergzeitfahren Radrennluft geschnuppert habe, war ich auch Radrennen nicht abgeneigt. Dass ich aber mein erstes Rennen gleich im BROTHERS Buddy Team bei den 24h MTB WM in der Maxhütte absolvieren durfte, damit hätte ich nicht gerechnet. Als Leichtathlet wollte ich mich natürlich von den Bikern nicht bloß stellen lassen. So zeigte ich auf meinen alten Drahtesel eine respektable Leistung. Da ich Wolfgang Brandl noch von unserer gemeinsamen Leichtathleten-Vergangenheit kannte und wir aus demselben Eck sind, kamen wir auch gleich ins Gespräch. So war es nur noch eine Frage der Zeit für die erste gemeinsame Trainingsfahrt. Hier brachte er mir den Radsport näher und bewegte mich schließlich dazu am BROTHERS Bergzeitfahrcup teilzunehmen.
Dort lernte ich die restlichen Team-Mitglieder vom BROTHERS BIKES TEAM kennen. Und bereits beim 2. Rennen in Premberg stellte ich freudig fest: der Name ist Programm. BROTHERS steht nicht nur auf ihren Fahrrad-Rahmen. Nein die Team-Mitglieder behandeln dich auch wie einen Bruder. Als ich dann auch noch im Rennen eine gute Leistung zeigte und ich dann auch noch das Angebot bekam 2012 für das BROTHERS BIKES TEAM zu starten, war dies eigentlich keine Frage sondern es gab nur eine Antwort: JA. "
Bildquellen: tsv-radsport.de/Carolyn Friesl www.hapana.net



















