Während die meisten männlichen Zeitgenossen am
Vatertag mit einem Bollerwagen und ausreichend flüssiger Nahrung durch die
Landen ziehen, entschieden sich einige Rennfahrer des BROTHERS BIKES Teams für
eine sportlichere Gestaltung des Feiertages.
Am Sonntag
stand im rheinlandpfälzischen Bann die gemeinsamen Landesverbandsmeisterschaften
von RLP, SAR und Hessen an. Mit dabei die beiden Fahrer Andi und Jan vom BROTHERS
BIKES Team, die hier beide für ihren hessischen Verein die RSG Buchenau
starteten.
Was habt ihr am 1. Mai gemacht? Wir sind natürlich Rennen gefahren! Während die
Profis alljährlich in Frankfurt um den Sieg sprinten, geht es für die
Amateure alljährlich an diesem Tag Rund um Offenbach/Queich in der Südlichen
Weinstraße.
Erster Mai, Tag der Arbeit. Viel zu arbeiten hatten die drei Buddies Daniel Tischendorf, Jonas Stocker und Martin Wild beim Cross-Country-Rennen in Abensberg.
Während sich Martin Wild beim
Straßenrennen in Cadolzburg vergnügte stand für seine drei
BROTHERS-Teamkollegen Jan, Alex und Andi ein ganz anderer, besonders harter
Brocken auf dem Programm, ein Radrennen das durch die bergige Landschaft um
eben diesen Berg in Sachsen-Anhalt bzw. Niedersachsen führt: Der 50. Harzer
Bergpreis.
Jeder Radsportler kennt das Problem. Man
trainiert häufig und versucht auch im Training, sich möglichst optimal auf die
Rennen vorzubereiten. Doch ein Rennen kann man im Training einfach nicht
simulieren. Die Schwierigkeiten im nervösen Feld, die Temposchwankungen, der
Wettbewerbsgedanke, im Training findet man diese Bedingungen nicht. So ließ es
sich Martin Wild nicht nehmen und fuhr zum Formaufbau „zur Burg“ nach Fürth.
Das Rennen ist in der bayerischen Szene berüchtigt:
schmale, aber steile Straßen führen rauf zu Kopfsteinpflaster, der Anstieg mit
über 100 Höhenmetern am Stück will einfach nicht aufhören, Windkante auf freiem
Feld, leichte Anstiege im Wald und dann auch noch das Positionsgerangel um die
besten Plätze „für den Berg“. So macht Radfahren Spaß!
Pünktlich um 14:05 ging es für die 95 Lizenzfahrer
der Klasse C auf die Strecke.
Die 16 km lange Runde musste sechs Mal absolviert werden, was einer Rennlänge
von 96 km entspricht. In der ersten Runde konnte Martin sich ohne Probleme im
Feld behaupten, bis es in Runde zwei in der Anfahrt auf die Burg zu einem
schweren Sturz mit mindestens zwei schwerverletzen Fahrern und insgesamt über
20 Beteiligten kam. Martin hatte Glück im Unglück und wurde hart von einem
Lenker am Oberschenkel getroffen, konnte einen Sturz jedoch vermeiden. Nach
diesem Sturz war das Feld komplett zerteilt und Martin blies gemeinsam mit 5
anderen Fahrern zur Aufholjagd auf das Feld. Diese sollte belohnt werden, als
in Runde fünf das gesamte Feld gestoppt wurde, um die Bundesligafahrer
passieren zu lassen. Ebenso wurde diese Gelegenheit genutzt, den durch den
Sturz zurückliegenden Fahrern wieder eine Chance zu gewähren. Nach dem
neutralisierten Start konnte Martin noch eine weitere Runden absolvieren, ohne
jedoch in irgendeiner Weise in das Ergebnis eingreifen zu können, dafür fehlen
noch die Körner. 96 km Renntraining, ohne größere Blessuren, das gibt „Bumms“
für die anstehenden Rennen. Am Mittwoch wird Martin in Abensberg das erste
Mountainbike-Rennen der Saison bestreiten und das Team abseits der Straßen so
gut es geht vertreten.
Weitere Bilder findet ihr auf unserer
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Auf
die Plätze, fertig, los! Das Startsignal am Sonntag beim 30. Überherrner
Radrennen auf dem Wallerfanger Saargau hätte jedoch auch genauso gut auf
Französisch sein können, schließlich befindet sich der Startort Ittersdorf
nicht einmal 2 km von der französischen Grenze entfernt. Dort standen mit
Jan-Patrice Schlimm und Andreas Klingl auch zwei Fahrer des BROTHERS BIKES
Teams am Start. Die 14,1 km lange Strecke mit einem etwa 3 km langen und im
Schnitt 8 % steilen Anstieg sollte den Stärken der beiden Fahrer entgegen
kommen. Bereits in der ersten von 6 Runden (84,6 km) teste Jan die eigenen
Beine und die Konkurrenz, ohne wirklich zu attackieren hatte er am Ende des
Berges etwa 100 m Vorsprung vor dem Feld. Doch zunächst wollten Jan und Andi
ihr Pulver nicht unnötig verschießen und versteckten sich erst mal im Schutz
des Feldes. Zu Beginn der dritten Runde setzte sich in der Abfahrt ein Fahrer
deutlich vom Feld ab. Diese Chance nutzte Andi und setzte nach und konnte in
den folgenden 500 m aufschließen. Zu den beiden Ausreißern gesellten sich
weitere 4 Fahrer und mit vereinten Kräften versuchte man sich vom Hauptfeld
absetzen. Zunächst schien dies auch zu funktionieren. Mit hohem aber
gleichmäßigem Tempo wurde erneut der Anstieg in Angriff genommen. Dann die
erste Schrecksekunde: Andis Sattelschelle lockerte sich, wodurch der Sattel
immer weiter nach hinten rutschte und anfing zu wackeln. Dies sollte ihn jedoch
im weiteren Verlauf des Rennens nur unmerklich behindern. Als nun zu der Spitzengruppe
4 weitre Fahrer aufschließen konnten, schien dies einigen Mannschaften im
Hauptfeld zu brenzlig zu werden weshalb beschlossen wurde, die Ausreißer wieder
zurück zu holen. Nach etwa 10 km an der Spitze, die laut Andi mit zu den
härtesten seiner Karriere gehörten („Mir war so schwarz vor Augen, dass ich die
Straße nicht mehr sehen konnte und nach Gehör fahren musste“) kam es erneut zum
Zusammenschluss. Mit letzter Kraft konnte sich Andi auch dank der Hilfe von Jan
im mittlerweile stark ausgedünnten Feld halten. Perfekt positioniert lieferte
Jan seinen Teamkollegen Runde für Runde unter den ersten 10 am Ende des Berges
ab. Und wenn er nicht gerade aufopferungsvoll für seinen Teamkollegen
arbeitete, suchte er selbst sein Heil in der Flucht. Jedoch konnte er sich bei
zahlreichen Attacken nie mehr als 10 Sekunden Vorsprung erarbeiten.
Unglücklicherweise verpassten beide Fahrer den entscheidenden Vorstoß einer
6-Mann-Gruppe in der vorletzten Runde die sich mit einem Vorsprung von 41
Sekunden ins Ziel retten konnte. Dazwischen folgten noch einzelne Fahrer,
wodurch es beim ansteigenden Zielsprint des Hauptfeldes nur noch um Platz 13
ging. Nachdem sich Andi in der letzten Abfahrt 1000 m vor dem Ziel für seine
Verhältnisse ganz ordentlich positioniert hatte, konnte er noch auf einen
passablen 29. Platz sprinten, knapp vor seinem Teamkollegen Jan. Zwar hätte mit
der gezeigten Leistung und etwas mehr Glück weitaus mehr drin sein können,
jedoch lässt die aktuelle Form der beiden BROTHERSFahrer auf ein gutes
Ergebnis beim Harzer Bergpreis kommendes Wochenende in Wernigerode hoffen.
Drückt ihnen die Daumen!
Mit großen Erwartungen starteten die drei Buddies Martin Wild, Paul Renger und Jonas Stocker am Samstag, den 20.4. beim 2. Landshuter
Messepark-Kriterium, welches kurzfristig vom Kampfgericht auf Endwertung umgestellt wurde, sehr zum Missfallen der drei sprintstarken Jungs. 50 Runden mit insgesamt 55 Kilometern brettebene Rennstrecke standen auf dem Plan. Gemeinsam mit ungefähr 30 Radsportlern konnte das Rennen pünktlich bei
trockener Witterung, aber kühlen Temperaturen von 8°C gestartet werden.Von Beginn an wurde auf dem enorm kurvigen Rundkurs mit 8 Kurven auf 1,1km ein hohes Tempo vorgelegt. Zahlreiche Ausreißversuche prägten die erste Hälfte des Rennens. Insbesonders Paul Renger zeigte, dass er trotz seines noch jungen Alters mit den alten Hasen aufnehmen kann. Er und Martin Wild waren stets an vorderster Front, während Jonas Stocker aufmerksam das Geschehen im Feld beobachtete. Doch keine der Ausreißergruppen arbeitete gewinnbringend zusammen, was auch der Aufmerksamkeit der drei Buddies zuzuschreiben war.
Aber.....Einmal nicht aufgepasst....
Nach
dem 30 Runden andauernden Vorgeplänkel sorgte der Dingolfinger Karl-Heinz Aichner in
der 29 Runde mit einem Vorstoß für eine Vorentscheidung. Die Buddies entschieden sich, dass es einem Fahrer alleine nicht möglich sei, dem Feld auf dieser Strecke zu entkommen. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass es einigen Fahrern dennoch gelingen würde, zu Ihm heranzukommen. Dem Ausreisser schloss sich zunächst der spätere Sieger Alex Geiger an und ein paar Runden später war
dann auch ein Fahrer vom Veloteam Landshut mit einem Kraftakt aus dem Feld an die beiden Führenden herangefahren. Mit aller Kraft versuchte auch Paul, an das Führungstrio heranzukommen, scheiterte jedoch. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld stark zerissen, so dass der Überblick verloren ging, wie viele Fahrer es nun schließlich "nach vorne" geschafft hatten.
Leider hatte sich die Spitzengruppe auf insgesamt 6 Mann vergrößert, leider ohne einen Fahrer aus dem Brothers Bikes Team. So blieb den drei Jungs nichts anderes übrig, als sich geschlossen zu dritt vor das Hauptfeld zu heften und die Nachführarbeit zu leisten. Den dreien gelang es, den Vorsprung von ca. 25 Sekunden bis auf 8 Sekunden zu verkürzen. Da sich die anderen Teams nicht an der Tempoarbeit beteiligten, mussten die drei die Spitzengruppe entkräftet ziehen lassen. Martin Wild musste 5 Runden vor Schluss auf Grund der harten Nachführarbeit mit schweren Krämpfen in den Beinen aufgeben.
Im
Endspurt nach 55 Kilometern lies Alex Geiger dann die Musik spielen und
verwies seine 5 Mitstreiter mit einem kraftvollem Spurt deutlich auf
die Plätze. Drei Runden vor Schluss setzte sich Christian Meyer vom Veloteam Landshut wenige Sekunden vom Feld ab und konnte seinen Vorsprung knapp ins Ziel retten. Den
Spurt der 20 Sekunden zurückliegenden Verfolgergruppe entschied Paul souverän für sich und kam somit auf Platz 8 ins Ziel. Jonas konnte seine letzten Reserven mobilisieren und sprintete auf Platz 10.
Trotz der zwei TopTen-Plätze kam keine übermäßige Freude auf, die einmalige Unachtsamkeit kostete die Teamfahrer eine Podiumsplatzierung.
Das offizielle Ergebnis (und hoffentlich bald noch mehr Fotos) findet ihr hier