Buddies On Tour
Trainingslager Italien 2012: Die letzte Ausfahrt und eine beeindruckende Bilanz
Dienstag, den 13. März 2012 um 07:19 Uhr | Geschrieben von: Wolfgang Brandl
Pongelli – Arcevia – Montefortino – Barbara – Ostra Vetere – Ostra Samstag! Was es ist schon wieder Samstag? Wie schnell die Zeit doch vergeht. Gerade eben war wir erst angekommen, haben unsere Zimmer bezogen, die Gegend kennengelernt und jetzt ist das alles schon wieder vorbei. 7 Tage liegen hinter uns, davon ein Tag mit der Hinfahrt, 5 Tage Training und ein Ruhetag. Heute stand nicht nur die letzte Trainingseinheit an, sondern auch die Rückfahrt. Natürlich wollten wir am letzten Tag unsere Lieblingsstadt Arcevia nicht missen und führten direkt Kurs darauf. Wir bogen auf eine kleine Bergstraße ab, welche Richtung Montefortino führte. Sie war vor 2 Jahren noch als richtige Schlaglochpiste bekannt, in der Zwsichenzeit wurde sie aber frisch geteert und zusammen mit Rückenwind flogen wir nur so die Hügel der Marken hoch. Weiter führte uns die Tour über Barbara und Ostra Vetere bevor wir nach Ostra Belvedere steuerten. Der Ort Ostra "Belvedere" = der gute Ausblick, machte seinem Namen alle Ehre und bescherte uns nochmal einen letzten Panoramablick in die Berge und bis zum Meer, ehe wir die letzte Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt nahmen. Die Bilanz: 4kg Nudeln, 1kg Milchreis, ca. 20Kg Obst, 4 Packungen Toastbrot, 80 Liter Wasser, unzählige Riegel, 752 Kilometer, 27:40h, 16300 kcal und 8800 Höhenmeter. Eine solide Basis um in die kommende Saison erfolgreich zu starten! Trainingslager Italien 2012: Die "Tedesci" essen sich durch Italien
Montag, den 12. März 2012 um 07:17 Uhr | Geschrieben von: Tobias Achatz
Ostra Antica – Sassoferrato – Cagli – Gola del Furlo - Fossombrone – Fano – Senegalia – Ostra Antica
Ausnahmsweise weckten uns am heutigen Tag nicht die ersten Sonnenstrahlen sondern die italienischen Klospülung. Na klasse! Ausgerechnet am Tag der „Königsetappe“, wo uns bereits nach wenigen Minuten nach dem Aufstehen bewusst war, dass zwischen Bett und Bett mindestens 155km und 1500hm lagen. Nichstdestotrotz oder gerade deswegen wurde beherzt beim Frühstück zugegriffen. Ein weiteres mal entschieden sich zwei von uns, kurz-kurz auf die Strecke zu gehen. Die anderen wollten aus der einfachen Rennrad-Etappe eine „Swim’n’Bike“-Trainingseinheit machen und bevorzugten das „Schwimmen im eigenen Körpersaft“. Nun ging es aber endlich los! Die ersten 20km ging es auf einer bis dato unbekannten Nebenstraße Richtung Arcevia, der gute Espresso und die gut 500hm wurde diesmal rechts liegen gelassen und es ging Richtung Sassoferrato. Hier empfing uns außer dem für Italien typischen Cafè-Geruch, Fischgeruch mit einer Nuance an frischem Käse und das Geräusch von Stöckelschuhen vom sehr gut besuchten Freitag-Vormittag-Markt. Der Geruch von frischen Essen weckte schon bereits nach 40km den Hunger bei uns. Aber wir mussten uns jetzt erstmal mit den andauernden Anstiegen und Abfahrten bis nach Cagli begnügen. Da wir ein Teilstück bereits vom 2. Tag kannten, wurde hier ordentliche die Kurbel zum Glühen gebracht und auch die 1500hm flogen wie die Rotorblätter eines Hubschraubers an uns vorbei. Von Cagli aus – dass wussten wir – ging es nun hauptsächlich bergab Richtung „Mare“. Doch zuvor gab es noch die wunderbare Schlucht „Gola del Furio“ zu bestaunen. Gerade das Licht-Schatten-Wechselspiel hinterließ eine atemberaubenden Eindruck. Atemberaubend war auch das Tempo und die Windschatten-Fahrten vorbei an Fossombrone nach Fano. Hier beschloss man sich für eine Espresso und Essens-Pause, hatte man doch schon ¾ der Strecke hinter sich und man wollte das letzte Viertel gemütlich angehen. In Metaurilia wurde ein Eiscafé für gut befunden und die nette Italienische Verkäuferin konnte gar nicht so schnell schauen, da war das ganze Pizza- und Gebäck-Buffet von der ausgehungerten Meute aufgekauft. Nebenbei nuckelten die „Tedesci“ mit ihren angezogenen kleinen Finger an der kleinen Espresso-Tasse. Wolfgang flickte noch seinen „Schleicher“, den er sich in Fossombrone eingefahren hatte. Schleichen, das war auch das Stichwort, welches man sich bei der rund 40km langen Rückfahrt nach Ostra zu Herzen nehmen wollte.
Bei einem frischen „Insalata Mista“, wohlschmeckenden „Penne Napoli e Zuccini“ und einem Gläschen Rotwein ließ man beim Abendbrot das heute erlebte noch einmal Revue passieren, bevor man sich mit aufgefüllten Speichern und vollem Magen in das wohlverdiente Bettchen legte. Trainingslager Italien 2012: Spontaner Ausflug in die Berge
Sonntag, den 11. März 2012 um 09:44 Uhr | Geschrieben von: Tobias Achatz
Ostra Antica – Serra san Quirico – Passo Castelletta – Grotte di Frasassi - Arcevia – Ostra Antica Wie jeden Morgen begann unser Tag auch heute wieder um 8.30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Nachdem uns die Sonne schon bei der anschließenden Tourenbesprechung ins Gesicht schien, haben wir uns kurzerhand für eine Planänderung entschieden. Da wir selbst am vierten Tourentag alle bis in die Haarspitzen motiviert waren, haben wir uns gemeinsam entschlossen, statt wie geplant im Tal Gola della Rossa zu rollen, eine Abzweigung zu nehmen und über den Passo Castelletta zu klettern. Dank der ausgezeichneten Ortskenntnis von Wolfgang wurde die Route kurzerhand geändert und wir konnten pünktlich um 9:30 am Haus starten.
Nachdem einige von uns am 1. März ihre "Kurz-Kurz-Saison" eröffneten, haben wir ebenso bei gegrilltem Rindfleisch, Folienkartoffeln, gegrillten Zuccini und Schafskäse auch ganz nebenbei die Grillsaison eröffnet. Ein rundum perfekter Tag! Trainingslager Italien 2012: Ein Ruhetag und viele Espressi
Samstag, den 10. März 2012 um 10:46 Uhr | Geschrieben von: Wolfgang Brandl
Haus – Arcevia – Haus Ruhetag! Warum dann eine halbe Stunde früher losfahren als sonst? Das kann doch kein Ruhetag sein. Aber doch! Wir wollten die lockere Regenerationsfahrt schon früh ansetzen, um am Nachmittag noch etwas kulturelles Programm unterzubringen. So starteten wir heute bereits um 9.30 Uhr. Die Räder waren frisch gereinigt und geölt mit Innotech 105 Hightech-Fluid. Es war bereits richtig warm und die Sonne schien auch mit voller Kraft. Ganz gemütlich fuhren wir dann los, wie üblich bogen wir auf die Landstraße nach Arcevia. Dieses Mal fuhren wir nicht daran vorbei, sondern die Stadt stellte heute unser Ziel dar! 23, 24, 25km/h, mehr schien der Tacho heute nicht anzeigen zu können. Uns war es egal, wir wollten heute nur die Beine etwas lockern. Nach einer guten Stunde und reichlich Höhenmetern erreichten wir Arcevia. Der Ort lag fast 300m höher als unser Haus, so hatten wir die meiste Arbeit schon vor der Pause getan. Der Ort besteht aus einem sehr schönen alten Stadtkern, welcher auf einem Berg gelegen ist. Eine Stadtmauer rundherum macht dieses Bild noch spektakulärer. Im Stadtzentrum fanden wir einen schönen sonnigen Platz mit einem kleinen einheimischen Café. 3 Espressi, 2 Cicciolata Calda und mehere süße Teilchen waren bestellt. 90 Cent kostete eine Espresso gerade mal, so war es nicht selten, dass der Ein oder Andere sich noch einen zweiten gönnte. Den teuren Spritpreis von 1,85 Euro für einen Liter Diesel konnte er zwar nicht ersetzen, sorgte dafür aber für gute Laune, immer, wenn wir ein Cafe ansteuerten. Die Heißgetränke genossen wir dann vor dem Café einer Bank. Nach einer guten halben Stunde machten wir uns wieder auf den Heimweg. Die gesammelten Höhenmeter versüßten uns die Heimfahrt noch zusätzlich. Für die Rückfahrt benötigten wir gerade einmal die Hälfte der Zeit, die wir für die Hinfahrt brauchten. Mit leichtem Rückenwind rollten wir gut gelaunt dem weiteren Tag entgegen. So einfach, aber doch so herrlich kann eine Trainingsaufahrt sein.
Und schon war der Regenerationstag um und die vierte
Trainingseinheit stand bevor! Trainingslager Italien 2012: Panoramastraßen und Mafiosi
Freitag, den 09. März 2012 um 06:30 Uhr | Geschrieben von: Wolfgang Brandl
Jesi – Osimo – Castelfidardo – Loreto – Villa Lunghi – Ancona – Falconara – Senigallia
Trainingslager Italien 2012: Fernab der Zivilisation
Donnerstag, den 08. März 2012 um 06:38 Uhr | Geschrieben von: Wolfgang Brandl
Pongelli – Barbara – Caudino – Monterosso – Serra Sant´Abbondio – Pergola – Passo San Domenico – Pianello
Die ersten 10km der Runde waren die üblichen "Warmfahrkilometer" Richtung Arcevia, welche in einem gemütlichen Tempo angegangen wurden. Ehe man aber die Festung von Arcevia zu Gesicht bekam, bogen wir Richtung Barbara ab um die ersten Höhenmeter zu sammeln. Mit über 70km/h schoß man in das nächstgelegene Tal. Zuerst nahmen wir eine normal befahrene Landstraße, aber dann schlugen wir den Weg in ein völlig verlassenes Tal nach Caudino ein. Gefühlt kam uns in dem gesamten Tal 1 Auto pro Stunde entgegen. Wahrscheinlich hätte man hier eher mit Kutschen und Karren rechnen können als mit Autos. Die Häuser und Höfe rechts und links der Straße wirken noch etwas mittelalterlich. Dass es hier überhaupt Strom und fließend Wasser gibt, konnten wir nicht ganz glauben. Gerade diese Strecken machten die heutige Tour reizvoll, fernab von jeglicher Zivilisation und Tourismus konnte das Team gemeinsam Kilometer sammeln und bei der Ruhe Kraft für die nächsten Tage tanken. Am Seitenrand schmolzen die letzten Schneereste im Tal dahin, im Hinterland konnte man jedoch noch eine geschlossene Schneedecke auf den über 1000m hohen Bergen ausmachen. "Pfff" und
Trainingslager Italien 2012: Einrollen
Mittwoch, den 07. März 2012 um 07:41 Uhr | Geschrieben von: Thomas Kerner
Ostra Antartica – Arcevia – Pergola – San Lorenzo in Campo – Ostra Vetere – Ostra Artica Langsam
erhellten die ersten Sonnenstrahlen das Schlafzimmer der Ferienwohnung, als wir
noch wohl eingewickelten in unseren Betten lagen. Ja, richtig Sonnenstrahlen,
welche angenehm das Gesicht wärmten und uns ganz natürlich und ohne Wecker um
ziemlich genau 7 Uhr wach werden ließen. Da die
heutige Etappe als Einrollphase und nicht als allzu lange geplant war, hatten
wir das Frühstück für den ersten Tag auf halb neun terminiert. Abfahrt sollte
dann um zehn Uhr erfolgen. So hatten wir genügend Zeit, uns den Frühstückstisch mit all den leckeren Sachen, welche wir in der Heimat noch besorgt hatten, zu decken. So standen einem reichhaltigen und stärkenden Frühstück nichts mehr im Wege. Es stand so ziemlich alles, was ein Sportler am Morgen braucht, auf dem Tisch. Von Vollkornbrot mit Frischkäse und selbst gemachter Marmelade über Äpfel, Birnen und Kiwis bis hin zu Eiern, Milch und Müsli. Nachdem man eine gute halbe Stunde genüsslich geschlemmt hatte, schlüpften wir voller Vorfreude in unsere Radbekleidung – mit dabei natürlich auch die herausragende Unterwäsche von Ullmax, die wir aus reiner Gewohnheit an das kalte deutsche Wetter mit in unser Gepäck hatten. Schwupps war der Fahrradkeller aufgesperrt und unsere Räder bekamen, wie wir, die ersten warmen Sonnenstrahlen in diesem Jahr ab. Obwohl eigentlich jeder wusste, dass er sein Rad daheim in einem einwandfreien Zustand hinterlassen hatte, wollte jeder von uns auf Nummer sicher gehen und checkte nochmals die Grundfunktionen. Und so kamen wir pünktlich um 10 Uhr los. Jeder einzelne Fahrer von uns Fünfen war bis in die Haarspitzen – bei einem etwas länger und bei anderen etwas kürzer – motiviert. Dies merkte man gleich als man die Straße nach Serra de Conti in einem fürs Einrollen sehr scharfen Tempo fuhr. Vorbei an Serra ging es dann Richtung Arcevia – ein herrlich auf 535hm gelegener Ort, welchen wir in den kommenden Tagen zu einem unserer Lieblingsorte des Trainingslagers erkoren. Heute kamen wir aber nicht in den Genuss des Städtchens sondern donnerten vorbei., hoch Richtung Caudino. Von dort aus bogen wir dann, wieder in einem der vielen Seitentäler angekommen, Richtung Pergola ab. Hier waren rund 60 km und somit etwas mehr als die Hälfte der Strecke absolviert und eine Fahrzeit von knapp unter 2 Stunden ließen einen guten Geschwindigkeitsdurchschnitt erahnen. Dennoch wurde weiter eifrig in die Pedale getreten. Es schien fast so, als ob jeder von uns sich in einen Geschwindigkeits- und Motivationsrausch befand. Was natürlich auch dem herrlichen Wetter geschuldet war. So musste man ausnahmsweise nicht nach einer knapp über 2-stündigen Ausfahrt sich bibbernd ins Lenkerband krallen, sondern genoss es einfach mal ,nicht zitternd im Sattel zu sitzen. Auch die vielen Schweißperlen auf der Stirn vom innig geliebten Walzentraining blieben einem verwehrt. Wenn einem dann einheimische Radler ins Blickfeld kamen, begann das Tempo noch schärfer zu werden. Auf den Weg nach San Lorenzo in Campo mussten wir dem Tribut zahlen. Nicht etwa, dass es einem an der Kraft und Ausdauer zu fehlen schien, sondern es passierte etwas was in einem Trainingslager eigentlich nicht passieren sollte. Aus reiner Übermotivation und den teils nassen Straßenverhältnissen rutschten drei von uns in einem engen Kreisel mit ihren Rädern unabhängig voneinander aus. Tobi, Thomas und Andi flogen jeweils auf ihre linke Körperseite und hatten Schürfwunden an Unterarm, Hüfte und am Knie. Nun machten wir einen kleinen Zwischenstopp und beschlossen, dass wir es nun gut sein ließen und dass das Tempo niedrig gehalten werden sollte. Da sich der Himmel zuzog und die Wolkendecke dichter wurde, entschieden wir uns, die Tour um wenige Kilometer abzukürzen und den direkten Weg über Ostra Vetere zu nehmen. Dass dadurch aber noch rund 200 Höhenmeter mehr zwischen unserer Heimat und uns lagen, damit hatten einige nicht gerechnet und somit schoss bei einigen nochmal das ganze Laktat in die Oberschenkel und brachte die Hitze des Tages noch einmal zurück. Im richtigen Moment kamen wir nichtsdestotrotz trocken in der Ferienwohnung an und als die Haustüre hinter uns ins Schloss fiel, fing es leicht zu regnen an. Nachdem wir alle geduscht hatten, genehmigten sich alle von uns ein kurzes Nickerchen, ehe es dann „Spaghetti Napoli“ vom Teamchef höchstpersönlich zubereitet zu Abend gab. Obwohl wir alle bereits am Nachmittag einige Stunden schliefen, fielen uns in der ersten Nacht recht schnell die Augen zu und wir hofften wieder auf ein Wachwerden mit den ersten Sonnenstrahlen des zweiten Tages. Trainingslager Italien 2012: Die Hinfahrt
Dienstag, den 06. März 2012 um 12:42 Uhr | Geschrieben von: Thomas Kerner
Um dem ungemütlichen Winterwetter in Deutschland zu entfliehen, machten sich fünf BROTHERS Buddies im Februar in den Süden auf. Dort konnten sie sich optimal mit langen Grundlageneinheiten auf die kommende Straßensaison vorbereiten. Was sie alles erlebt haben, könnt ihr Stück für Stück in den kommenden Tagen hier nachlesen. Nebelsuppe und Temperaturen um +2 Grad Celsius. Optimale Bedingungen also um einen ganzen Tag im Auto zu verbringen. Es war kurz vor halb acht, als BROTHERS-Buddy Lars Vollmer und BROTHERS-Teamfahrer Thomas Kerner ihre Schmuckstücke aus der Brothers-Rennrad-Schmiede behutsam auf den Fahrradträger des Brothers-Busses hievten, um sie dann mit aller Vorsicht zu montieren. Allein das Verladen auf den Mannschaftsbus war ein Spektakel für sich. Wurden doch hier nochmals die Zurrgurte richtig gelegt, da wurde am Lenker ein weiteres Mal geruckelt und dort wurde der Rahmen kontrolliert ob auch alles am rechten Fleck war und nirgends anging. Nach etlichen Laufkilometern um den Bus herum und der - quasi - damit verbundenen ersten Trainingseinheit ging es mit Chefkoordinator und Teamfahrer Wolfgang Brandl Richtung Regensburg, um am Dultplatz den langjährigen Rennfahrer und BROTHERS-Fan Andi Dassler und Buddy Tobias Achatz aufzugabeln. Nun ging es also los! Gen Süden, dem biederen Wetter in Deutschland wollte man entfliehen und so hoffte man auf wärmere Temperaturen in Jesi in der Provinz Marken/Italien. Spulte man die ersten Kilometer auf der Autobahn recht zügig ab, so ging es doch ab dem Dreieck Holledau recht zähfließend voran, bis man schließlich am Irschenberg im Stau steckte. "Na toll!", dachten sich die 5 Jungs "Wo wollen die den alle hin!" Ein Blick hinaus auf die stehenden und langsam vorbei schleichenden Autos und man konnte die Absicht und das Ziel vieler Reisender erahnen. Hingen doch nicht etwa Rennräder an ihren Autos, sondern waren es zumeist Skisachen und Winterklamotten welche an die Autoscheiben drückten. "Winterurlaub und Ski-Reise-Verkehr? Das um diese Zeit, am 25. Februar?". Den Buddies lief es - im wahrsten Sinne des Wortes - kalt den Buckel hinab.Und so zog es sich über Innsbruck und den Brenner hinab zum Gardasee. Doch auf einmal keimte Hoffnung auf! Die einzelnen Wolkenfelder verschwanden und wieder strahlte uns die Sonne ins Gesicht. Beim Fachsimpeln, Orange, Bananen, Vollkorn-Nutella-Broten und einen guten original-italienischen Espresso stieg unsere Laune weiter an. Als man schließlich auf Höhe Bologna die ersten Radler in kurz-kurz sah, träumte man vor sich hin und die restliche Zeit runter bis Ancona verging wie im Flug. In der Ferienwohnung angekommen verstaute man erst einmal das ganze Sack und Pack. Die 5 Buddies beschlossen, die Energiespeicher nach dieser langen, nervenaufreibenden, aber vor allem benzinverbrennenden Autobahneinheit mit einer lecker wohlduftenden Pizza auf dem Marktplatz von Jesi aufzufüllen, um gestärkt in den 1. Trainingstag gehen zu können. Alpencross-Blog: Home Sweet Home
Freitag, den 24. Juni 2011 um 15:47 Uhr | Geschrieben von: Caro
Wie ihr vielleicht schon vermutet habt, nachdem es gestern keinen Blogeintrag gab, sind wir inzwischen wohlbehalten, wenn auch kaputt, wieder zuhause in Passau angekommen. Nachdem ich gestern früh schon gemerkt habe, dass meine Beine definitiv keine 120 km mit 2000hm mehr hergeben und das Wetter rund um Villach auch nicht sehr freundlich aussah, beschlossen wir, nach Hause zu fahren. Also verabschiedeten wir uns am Bahnhof in Villach von Matze und saßen 9 ½ Stunden im Zug, bis wir um 21 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt Passau erreichten.
Auch wenns nicht ganz zur Überquerung gereicht hat, bin ich dennoch echt stolz auf mich und auf uns. Ich bin noch nie so viel in so einem kurzen Zeitraum gefahren, sowohl an Kilometern als auch an Zeit im Sattel, von den Höhenmetern ganz zu schweigen! Für mich als reine Hobby-Schönwetter-Radfahrerin schon ganz gut und ein kleiner Erfolg ;) Wir haben nur leider den Fehler gemacht, dass wir die ersten zwei Etappen zu schnell angegangen sind. Bei der ersten Etappe ließ sich das nicht vermeiden beim Sprinten von Wolkenloch zu Wolkenloch, auf der zweiten Etappe war einfach der ungewollte Umweg von 30 km zu viel für mich und führte auf direktem Wege in den absoluten Hungerast. :) Deshalb mussten wir die nächsten Etappen etwas ruhiger angehen und schafften so nur zwischen 80 und 90 km und einen Pass pro Tag. Dazu kam das Pech mit dem Wetter; Die ersten zwei Tage waren
extrem anstrengend durch die ständige Nässe von oben und unten. Dafür waren
zwar die letzten beiden Tage super, aber gestern hat es schon wieder sehr nach
Regen ausgesehen, was uns den Entschluss, nach Hause zu fahren, nicht gerade erschwerte.
Nass geworden sind wir in den letzten Tagen genug! Auch wenn sich das erstmal alles nicht so toll anhört: Falsch! Es war echt ein super Erlebnis und ich bin so froh, dass wir trotz der wettermäßigen Widrigkeiten aufgebrochen sind. Wunderschöne Alpenpanoramen, die Begegnung mit vielen netten Menschen auf dem Weg und mein bester Begleiter von allen machten die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Meine Beine tun auch schon fast nicht mehr weh und sind auf dem Weg der Besserung ;) Die volle Überquerung ist fest vorgenommen für spätestens
nächstes Jahr geplant! Schön, dass ihr mit dabei wart, indem ihr den Blog
gelesen habt! Für Interessierte gibts hier auf der Homepage unter "Bilder" noch mehr Fotos von unserer Tour. Schaut einfach mal rein! Bis dann, Caro PS: Hier das Höhenprofil der gesamten Tour: (klick zum Vergrößern!) |



































